D'r Drache guckt - D'r Bursche juckt


Masken- und Häsordnung der Narrenzunft Burg Hohenegg Grünenbach e.V

1.Der Neuerwerb von Maske und Häs ist nur über die NZ Burg Hohenegg Grünenbach e.V.

möglich. Eine Neuanfertigung bzw. eine Herausgabe eines Gebrauchten Häses, ist nur nach bestätigtem Zahlungseingang auf dem Narrenzunftkonto möglich.

2. Das Häs darf nur von der Zunft festgelegten Schneiderin gefertigt werden. Die dadurch entstehenden Kosten trägt der Hästräger.

3. Für das Häs egal ob Bursche oder Schwester wird derselbe Preis wie im Häsvertrag genannt berechnet.

4. Die Narrenzunft Burg Hohenegg Grünenbach e.V. hat im Falle eines Weiterverkaufes von Häs und Maske ein Rückkaufsrecht.

Der beabsichtige Verkauf muss daher dem Häswart rechtzeitig gemeldet werden. Stimmt die Zunft einem Verkauf zu (Rückkaufsrecht wird nicht ausgeübt), muss der Käufer gleichzeitig aktives Mitglied der Narrenzunft Burg Hohenegg Grünenbach e.V. werden.

5. Nach Austritt aus der Narrenzunft Burg Hohenegg Grünenbach e.V. kann das komplette Häs

mit Maske, sofern die Mittel der Narrenzunft vorhanden sind an die Narrenzunft verkauft werden. Wert und Zustand werden durch die Vorstandschaft mittels einer Tabelle ermittelt.

1 Saison getragen 80% des Neuwert des Häses

2 Saisonen getragen 70% des Neuwert des Häses

3 Saisonen getragen 60% des Neuwert des Häses

4 Saisonen getragen 50% des Neuwert des Häses

5 Saisonen getragen 40% des Neuwert des Häses

älter als 5 Saisonen nach ermessen der Vorstandschaft

6. Die Maske ist nach Abschluss der Saison von jedem selbst auf Verunreinigungen oder

Schaden zu überprüfen. Um die Originalität zu erhalten, sollte keiner selber Reperaturen oder Bemalungen an der Maske durchführen.

Es sollte auf jedem Fall der Häswart unterrichtet werden, der dann die Masken gesammelt zu dem Maskenschnitzer zur Reparatur bringt.

Für die Kosten ist das Mitglied selbst verantwortlich. Die Mitgliedsnummern an Häs und Maske bestehen aus einer naturbelassenen Holzscheibe (nicht bemalt) und schwarzer Schrift.

Bei Vorstandsmitgliedern ist diese Scheibe rot mit schwarzer Schrift.

7. Das Häs der 3 Schwestern:

Die 3 Schwesternmasken bestehen aus:

7.1. Das Wappen der Narrenzunft wird auf dem linkem Oberarm und die Mitgliedsnummer wird auf dem rechten Oberarm aufgenäht.

7.2.einem schwarzen Umhang aus Strickloden. Das Wappen der Zunft wird in der Höhe des linken Oberarmes und die Mitgliedsnummer auf der rechten Seite in der Höhe des Oberarmes aufgenäht.

7.3. Am Kopftuch wird die Mitgliedsnummer, sowie der aktuelle Laufbändel gut sichtbar an der rechten oberen Seite angenäht.

7.4.weiße Handschuhe sowie feste schwarze Schuhe.

7.5. einem geflochtenen Korb an dem eine Spindel mit goldenem Faden befestigt ist.

7.a)Das Häs der „freundlichen“ Schwester Eine Holzmaske mit freundlichem Gesichtsausdruck und alt weißem Kopftuch Ein Kleid aus Leinenstoff in den Farben schwarz (Unterkleid) und bordeaux (Überkleid)

7.b)Das Häs der „traurigen“ Schwester Eine Holzmaske mit traurigem Gesichtsausdruck und alt weißem Kopftuch Ein Kleid aus Leinenstoff in den Farben schwarz (Unterkleid) und terracotta (Überkleid)

7.c)Das Häs der „kräftigen“ Schwester Eine Holzmaske mit kräftigem Gesichtsausdruck und alt weißem Kopftuch.

Ein Kleid aus Leinenstoff in den Farben hellblau (Unterkleid) und dunkelblau (Überkleid) Pflegehinweis zum Umhang der Schwestern: Nur mit feuchtem Tuch reinigen! NICHT WASCHEN!

8.Das Häs des Burschen besteht aus:

8.1.einer Holzmaske mit schwarzem Goller.

8.2. einem Goller aus schwarzem Lodenstoff, an dem die Mitgliedsnummer, sowie der aktuelle Laufbändel gut sichtbar an der rechten oberen Seite aufgenäht werden.

8.3.Eine Jacke bestehend aus braunem Lodenstoff an der am linken Oberarm das Wappen der Zunft und auf dem rechten Oberarm die Mitgliedsnummer aufgenäht wird.

Die Knöpfe werden aus Haselnussstückchen gefertigt.

8.4. einer schwarzen Hose aus Leinenstoff der am Fußende lodernde Flammen aufgemalt sind.

8.5. einem Haselnussstock der mindestens Schulterhoch und maximal Kopfhoch sein soll. An diesem Stock können Utensilien aus dem Wald befestigt werden.

8.6.einem Strick aus naturbelassenem Hanfmaterial.

8.7.einem Stoffbeutel für Wurfmaterial (Hackschnitzel, Buchecker, Laub, Bonbons, usw.) der am Strick befestigt wird. Keine Konfetti.

8.8.schwarze Handschuhe und schwarze feste Schuhe. Pflegehinweis der Burschenjacke: Nur mit feuchtem Tuch reinigen! NICHT WASCHEN!

9. Das Drachenhäs ist ein Einzelhäs und wird nur vom aktuellen Zunftmeister getragen.

Dieses Häs besteht aus:

9.1.einer Holzmaske die mit Hörnern und mit echt Zähnen versehen ist, an der eine Kopfbedeckung mit Schuppen aus Filz befestigt ist.

9.2.einer Hose auf die Schuppen aus Filz aufgenäht sind.

9.3.einer Jacke mit Fledermausflügeln auf der Schuppen aus Filz aufgenäht sind.

9.4.einer Kapatsche (Peitsche)

9.5.festen orangenen oder schwarzen Schuhen sowie orangene oder schwarze Handschuhe.

9.6.Die Einzelmaske ist im Besitz der Narrenzunft Burg Hohenegg Grünenbach e.V. und wird dem Zunftmeister laut §598 f BGB zur Leihe überlassen.

Er hat das Häs nach jeder Saison komplett an Zunft zurückzugeben. Der Träger haftet für den Zustand.

10. Handschuhe und Schuhe werden von jedem Mitglied selbst gekauft und von der Vorstandschaft abgenommen ob es zum Häs passt.

11. Nachahmungen von Maske und Häs sind nicht gestattet und werden nicht anerkannt.

Maskenschnitzer und Schneider werden nur von der Vorstandschaft bestellt.

12. Kinder unter 14 Jahren dürfen keine Masken tragen. Sie gelten als Narrensamen und

bekommen Kinderhäser gegen eine Kaution von der Narrenzunft geliehen. Von dieser Kaution behält sich die Narrenzunft Burg Hohenegg Grünenbach e.V. 20.-€ als Abnützungs- und Insantsetzungsgebühr pro Häs ein.

Bei Erreichen des Maskenalters oder Austritt wird die Restkaution auf die Maske angerechnet.

13. Der Narrensamen springt immer vor den Originalmasken (Gruppe). Damit soll er zum einem

die Möglichkeit haben, sich bei den Zuschauern besser in Szene zu setzen, zum andere ist er von Unfallgefahren besser geschützt.

Dies gilt auch für Kinderwägen. Ein Elternteil kann mit ihren Kindern zusammen beim Narrensamen mitlaufen.

14. Der Laufbändel gilt nur für eine Saison (Jahreszahl ist auf dem Bändel aufgedruckt) und ist

sichtbar gemäß Punkt 6-8 an der Kopfbedeckung zu befestigen. Für die aktiven Mitglieder ist ein Erwerb des Laufbändels Pflicht.

Eine Befreiung ist der Vorstandschaft in schriftlicher Form mit Begründung mitzuteilen. Diese entscheidet dann darüber.

15. Besuche der Zunftmeisterempfänge obliegt ausschließlich der Vorstandschaft. Wenn ein Vereinsmitglied in der vorhergehenden Saison 100% geleistet hat darf es als

Belohnung einen Zunftmeisterempfang mit einem Vorstandsmitglied besuchen.

16. Maske und Häs darf nur bei Veranstaltungen der Zunft und bei den von der Zunft offiziell

besuchten Veranstaltungen (siehe Narrenfahrplan) getragen werden.Vor Besuch einer anderen Veranstaltung haben sich die Hästräger bei der Vorstandschaft abzumelden.

17. Während den Umzügen und Abendveranstaltungen ( Einmarsch/Ausmarsch) darf die Maske

nicht abgenommen werden. Sollte es infolge von Atemnot oder ähnlichem trotzdem einmal notwendig sein, sollte die Maske nur soweit gehoben werden, dass der Maskenträger unerkannt bleibt.

Nach Möglichkeit hat dies hinter den Zuschauer zu geschehen. Gleiches gilt das auch für Schul- und Rathausturm.

18. Maske und Häs müssen bei Veranstaltungen in ordentlichem Zustand und komplett getragen werden.

19. Während einer Veranstaltung hat der Hästräger ein ordentliches Erscheinungsbild zu wahren. Wenn der Kittel abgelegt wird, muss ein Narrenzunft-

oder ein vergleichbares dunkles Oberteil getragen werden.

20.Bei nicht angeordneten Veranstaltungen entfällt der Versicherungsschutz der Narrenzunft.

Auch besteht er nicht, wenn nicht der direkte Weg zum Zielort und nach Grünenbach gewählt wird. Das gleiche gilt bei Alkoholgenuss.

21. Maske und Häs dürfen in ihrem Charakter nicht geändert werden, d.h. Schnuller,

Schoppenflaschen, Teddybären und ähnliche „Ausschmückungen“ haben weder an der Maske noch Häs etwas verloren.

Tücher, Bänder, Schleier und Hüte jeglicher Form gehören nicht zum Häs.

22. Die Hästräger haben sich rechtzeitig zum Sprungbeginn am Aufstellungsplatz einzufinden.

Sollte sich dies durch unvorhersehbare Umstände eine Verspätung ergeben, hat sich der Hästräger hinter den Zuschauern zum Aufstellungsplatz zu begeben. Keinesfalls gegen den Umzug laufen.

Es spricht grundsätzlich nichts dagegen, einen Umzug anzuschauen, bis man selbst aktiv am Umzug teilnimmt, jedoch soll dies am Beginn des Umzuges, unmittelbar beim Aufstellungsplatz geschehen.

23. Die Kommunikation mit dem Zuschauer ist gewünscht. Sie kann sich in die Bereiche

``Frisurverschönerung``, ``Hutabnahme``, ``einstreuen mit Wurfmaterial`` oder ähnlichem erstrecken. Es ist bei allen Aktivitäten jedoch darauf zu achten, dass sich keine Verletzungen ergeben können.

Dies gilt sowohl beim Zugehen auf die Zuschauer ( Kinderwagen steht davor) als auch bei Eingliedern in die Gruppe ( Anrempeln eines Häßträgers). Es ist erlaubt, Zuschauer für kurze Zeit in den Umzug mitzunehmen.

Beim Drachenkapatschen haben die Burschen um den Drachen die Aufgabe die Gefahrenzone frei zu halten. Die anderen Burschen gehen in Hocke und warten auf den Burschensprung.

Der Narrensamen und die Schwestern gehen beim Drachenkapaschen weiter. Auf Zeichen des Drachen ́s wird dann ein Burschensprung vollzogen. Dem „letzten“ Mann ( Vorstand) der Gruppe ist beim Umzug folge zu leisten.

24. Im Bus sind die Regeln des jeweiligen Busunternehmens und der Vorstandschaft folge zu leisten.

25. Bei Zuwiderhandlung gegen Masken- und Häsordnung tritt § 5 der Satzung in Kraft.

26. Diese Masken- und Häsordnung beschloss die Vorstandschaft in einer Sitzung 20.01.2017

zum Schutze von Häs und Maske sowie den satzungsmäßigen Bestimmungen und Ziel, eine geleitete Fastnacht zu zeigen. Die Masken- und Häsordnung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft.