D'r Drache guckt - D'r Bursche juckt

Häsbeschreibung der Figuren der NZ Burg Hohenegg Grünenbach e.V.

Der Drache von Burg Hohenegg:

Dieses Häs wird ausschließlich vom ersten Burgherren (Zunftmeister) getragen. Die Maske des Drachen bezieht sich auf alte Drachendarstellungen in alten Allgäuer Sagenbüchern. Die Elemente, welche in der Sage der Burg Hohenegg in dem Gesicht des Drachen vorkommen, wie beispielsweise die Zunge, spitze Zähne, oder auch die kleinen schlitzförmigen Augen wurden berücksichtigt. Das Drachenhäs besteht aus ca. 800 von Hand geschnittenen Filzschuppen in den Farben Grün und  Braun (für die Darstellung eines Drachen im Mittelalter typischerweise verwendete Farben). Den in der Sage beschriebenen Drachenschwanz wird durch die Karpatsche symbolisiert. Dies passt ganz gut, denn durch das schnellen mit diesem Narrenutensil wird gleichzeitig das schlagen des Drachens mit seinem Schwanz dargestellt. Es werden schwarze Handschuhe, sowie orangene Schuhe dazu getragen. Die orangenen Schuhe stellen die in der Sage beschriebenen Gockel- Füße dar.

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Die Schwestern von Burg Hohenegg:

Bei dieser Figur gibt es drei Maskentypen: die freundliche, die melancholische und die etwas gut genährte. An der Maske sind Rosshaare, sowie ein für das Mittelalter im Allgäu weit verbreitetes Kopftuch, mit Halsschleier befestigt. Da diese Schwestern edel wirken sollen, schmückt eine Borte in Altgold ihr Kopftuch an der Stirn. Die Kleider, welche die Schwestern tragen, sind relativ einfach gehalten, ebenfalls nach alten mittelalterlichen Überlieferungen. Auch hier wurden Borten aus Altgold mit angenäht. Es gibt drei verschiedene Ausführungen der Farbkombinationen des Kleides, was jeweils zu einem bestimmtem Schwestern- Maskentypus gehört. Außerdem trägt jede Schwesternfigur weiße Handschuhe und schwarze Schuhe. Als Narrenutensil trägt jede Schwester einen Korb, in dem sie beispielsweise Bonbons hat. An diesem handgeflochtenen Korb ist eine mittelalterliche Spindel befestigt, auf die Goldfaden aufgedreht wurde, sowie ein Stück goldenes Tuch. Dies hängt auch wieder eng mit der Sage zusammen, auf die wir uns berufen.   H2

Die Burschen von Burg Hohenegg:


Die Burschen bilden die Hauptgruppe unserer Narrenzunft. Die Maske soll einen vom Zehrfieber heimgesuchten Burschen darstellen. Im Gesicht befinden sich außerdem Brandmale, die der Drache dem Burschen zugefügt hat. An der Maske ist ebenso Rosshaar befestigt. Als Maskentuch dient eine mittelalterliche, schwarze Gugel. Die Jacke ist aus beigenem Strickloden genäht. An einem Gürtel aus Kälberstricken  ist eine Tasche, ebenfalls aus Strickloden, befestigt. In dieser Tasche befinden sich sowohl Bonbons, als auch weiteres Wurfmaterial, wie Blätter aus dem Wald. Der Bursche wirft kein Konfetti, sondern leichtes Naturmaterial, das man im Wald finden kann. Außerdem trägt der Bursche schwarze Baumwollhosen, auf welcher Flammen von Hand aufgemalt wurden. Schwarze Schuhe und Handschuhe sind bei dieser Narrenfigur Pflicht. Als Narrenattribut hat jeder Bursche einen Haselnussstecken dabei, an dem etwas aus dem Wald befestigt ist, bspw. ein Fuchsfell.
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Unser Narrenruf:

D´r Drache guckt – D´r Bursche juckt!!!

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